Wenige Pilze, viel Wissenswertes
Archiv
Exkursion bringt keine große Ausbeute, dafür geizt der Experte aber nicht mit lebenswichtigen Infos
Knittlingen-Hohenklingen. Bei wunderschönem Herbstwetter haben am Wochenende 26 Pilzfreunde bei einer Exkursion in Hohenklingen an der Ochsensteige bis hinauf ins Gewann Mohrenklinge auf reiche Ernte gehofft. Doch Ulrich Iwanowski vom Enzkreis-Forstamt, Leiter der Exkursion, ahnte schon, dass die Ausbeute wohl eher gering ausfällt: „Es ist zu trocken.“ Da das Sammelgut mit Speck und Zwiebeln gebrutzelt werden sollte, hatte der Forstmann mit zugekauften Champignons vorgesorgt.
Essbar oder nicht? Pilzkenner Ulrich Iwanowski schaut sich jeden Pilz genau an und sortiert kräftig aus. Foto: Filitz
Dass einige Pilze alles andere als harmlose Gewächse sein können, machte der Fachmann seinen Zuhörern deutlich klar. „Von alters her ist eine gewisse Urangst im Menschen beim Umgang mit Pilzen vorhanden – der finstere Wald, Menschen starben an Pilzgenuss, Kräuterfrauen jedoch überlebten. Sie wurden als Hexen stigmatisiert, weil sie ja mit dem Teufel im Bunde sein mussten, wenn sie Pilze essen konnten“, erzählte Iwanowski. „So ist viel Wissen, das sich in Jahrhunderten angesammelt hatte, verloren gegangen.“ Pilze seien in Wirklichkeit aber wahre Wunderorganismen: „Sie sind Nahrungs-, Genuss- und Heilmittel.“ Trotzdem warnte der Experte: „Ein gutes Pilzbestimmungsbuch ist eine Lebensversicherung. Was Sie nicht kennen, lassen Sie stehen!“
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen