Wenige Meter von der Freiheit zum Haftalltag
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Die Aufnahme von neuen Gefangenen in der JVA Heimsheim folgt einem standardisierten Verfahren.
Heimsheim. Wenn ein neuer Häftling in der Justizvollzugsanstalt Heimsheim ankommt, durchläuft er eine feste Prozedur. Er wird untersucht und mit Anstaltskleidung, karierter Bettwäsche sowie Geschirr aus Edelstahl ausgestattet. Was er an persönlicher Habe bei sich trägt, muss abgegeben werden und wird bis zur Entlassung verwahrt. Ausnahme: Private Kleidung ist in den Hafträumen und in den Abteilungen erlaubt, der Gebrauch wird allerdings an Bedingungen geknüpft.
Neuzugänge in der JVA Heimsheim werden fotografiert und auf Auffälligkeiten hin untersucht, bevor sie in der Kammer- und Effektenverwaltung ausgestattet werden.
Der Weg von der Garage, in dem der Bus mit den Gefangenentransporten ankommt, und den Räumen, in denen die Aufnahme erfolgt, ist nur wenige Meter weit. Wie viele Insassen diesen Weg am Tag hinter sich legen, ist unterschiedlich. Vor Corona waren es mal zehn Gefangene, manchmal aber auch 20 bis 30. Nicht alle bleiben längere Zeit in der Justizvollzugsanstalt Heimsheim; einige sind gewissermaßen nur auf der Durchreise da, weil in der Einrichtung die für Baden-Württemberg zuständige Transportzentrale untergebracht ist (unsere Zeitung hat berichtet). „Die originären Zugänge für die JVA Heimsheim schwanken zwischen drei und zehn pro Tag“, erklärt Leiter Frank Jansen. Berücksichtigt seien dabei auch die sogenannten Selbststeller, die zu einer Haftstrafe verurteilt worden sind und freiwillig erscheinen, um ihre Strafe anzutreten.
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