Wengerter prüfen Zusammenschluss
Archiv
Weingärtnergenossenschaften des westlichen Strombergs lassen von Experten das Potenzial einer Fusion ermitteln
Der Chef der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) hat einen Zusammenschluss mehrerer Genossenschaften im westlichen Stromberggebiet ins Spiel gebracht. Das Thema ist brisant und wird hinter den Kulissen offenbar schon länger diskutiert.
Haben mit der Genossenschaft Weinkultur Westlicher Stromberg eine weitreichende Kooperation begründet: die Vorstandsriege Karl Schäfer von der WG Sternenfels(v.li.), Dieter Epple (WG Freudenstein-Hohenklingen), Ulrich Heckele (WG Oberderdingen), Martin Werthwein (WG Diefenbach), Markus Scholl (WG Knittlingen) und der Bevollmächtigte der neuen Genossenschaft, Karlheinz Hofmann. Mit auf dem Bild ist Armin Doll vom Genossenschaftsverband Baden-Württemberg, der ein Gutachten für die Wengerter erstellen wird, das die Potenziale einer Fusion der WGs untersuchen soll. Foto: Hansen
Enzkreis. Eigentlich hätte sich manch einer der Verantwortlichen der betroffenen Weingärtnergenossenschaften gewünscht, dass die Sache sozusagen noch fest verkorkt unter Verschluss bleibt. Doch jetzt ist er raus, der Geist aus der Flasche. Dieter Weidmann, Vorstandsvorsitzender der WZG, hat im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Montag gesagt, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass sich im Bereich westlicher Stromberg eine Strukturveränderung anbahnen werde. Weidmann kann sich eine „leistungsfähige Einheit“ vorstellen, konkret den Zusammenschluss der Genossenschaften von Knittlingen, Freudenstein-Hohenklingen, Oberderdingen, Sternenfels und Diefenbach. Aber, so schränkte Weidmann ein, „Kirchtürme sind mitunter sehr hoch“. Der Vorstandsvorsitzende der Weingärtnergenossenschaft Knittlingen, Markus Scholl, reagiert etwas irritiert auf den Vorstoß Weidmanns. „Ich bin überrascht, dass er das Thema öffentlich anspricht, ohne uns vorher darüber zu informieren.“ Fakt sei, dass es schon länger Gespräche zwischen den Genossenschaften über eine mögliche Zusammenarbeit gebe, so Scholl im Gespräch mit unserer Zeitung. „Doch das läuft zurzeit eigentlich alles noch intern.“ Schon jetzt kooperieren die Wengerter, die Weidmann für eine mögliche Fusion im Visier hat. Sie haben sich vor einiger Zeit in der neuen Genossenschaft „Weinkultur Westlicher Stromberg“ zusammengefunden, um ihr Anbaugebiet gemeinsam zu vermarkten.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen