Weissacher Tal: Der See muss zum TÜV

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Knittlingen (cb). Der Knittlinger CDU-Sprecher im Gemeinderat, Klaus Meiser, macht kein Geheimnis daraus, dass ihm das Thema Hochwasserschutz unter den Nägeln brennt. Entsprechend emotional fiel seine Anfrage in der jüngsten Gemeinderatssitzung aus. Was der Stand der Dinge bei den beiden defekten Schiebern an zwei Hochwasserrückhaltebecken sei, wollte er wissen und schob in Richtung Bürgermeister Heinz-Peter Hopp hinterher: „Ich mache Sie persönlich verantwortlich, wenn Knittlinger Bürger oder Firmen durch ein Hochwasser geschädigt werden.“ Der Angesprochene war in der Sache mit Meiser einig: „Wir müssen unsere Bürger schützen.“ Ansonsten aber bat er um einen sachlichen Ton in der Diskussion. Über die jüngsten Entwicklungen informierte Helmut Kesselbach vom Stadtbauamt. Experten hätten herausgefunden, dass sich nicht der Regler für die Wasserstandshöhe, sondern nur der Grundablassschieber beim Regenüberlaufbecken Weissacher Tal nicht mehr bewegen lasse. Eine konkrete Gefahr bestehe somit nicht. Allerdings befinde sich der Schieber im See unter diversen Ablagerungen und sei ein Fall für den „großen TÜV“, dem der ganze See unterzogen werden solle. Das hierfür beauftragte Büro wolle im Februar mit seinen Untersuchungen beginnen. Zuvor schon würden einige Bretter an der Schiebervorrichtung entfernt. Klar sei indes auch: Die Stadt Knittlingen dürfe nicht selbst „am Rädle“ drehen, um den Wasserstand zu verändern. Dafür müssten übergeordnete Behörden hinzugezogen werden.

Klaus Meiser wunderte sich über die Aussagen, habe doch jüngst ein Vor-Ort-Termin in Sachen Schieber noch einen ganz anderen Eindruck erweckt. Wie auch immer: Keineswegs dürfe man das Thema schleifen lassen.

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