„Wasser macht die Menschen an“

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Reaktivierung des Kapuzinerteichs zieht Aufwertung des Maulbronner Studentenbrünneles nach sich

Maulbronn. Noch in diesem Jahr soll das Quellwasser aus dem Studentenbrünnele den Kapuzinerteich im Hilsenbeuer Tal zu neuem Leben erwecken. Für das Projekt ist im vergangenen Jahr von freiwilligen Helfern viel Schweiß geflossen, finanziell ermöglichten Gelder der EU und des Enzkreises die Reaktivierung des Teichs, den die Zisterzienser vor Jahrhunderten angelegt hatten. Die Wiederbelebung des kleinen Stausees, der eine Wasseroberfläche von 1400 Quadratmetern haben wird, dient vor allem dazu, dem vom Aussterben bedrohten Kammmolch einen perfekten Lebensraum zu schaffen. Rund 100000 Euro haben die Verantwortlichen in die Hand genommen, um den Teich aus dem Dornröschenschlaf zu wecken.

Neuer Frosch für neues Gewässer: Am Kapuzinerteich wird dieser Musikus platziert. Er ziert das Studentenbrünnele, das aus dem Jahr 1902 stammt.

Neuer Frosch für neues Gewässer: Am Kapuzinerteich wird dieser Musikus platziert. Er ziert das Studentenbrünnele, das aus dem Jahr 1902 stammt. Foto: privat

Das Projekt, das ideal zu den Bemühungen der Stadt Maulbronn passt, die zisterziensische Kulturlandschaft besser in Szene zu setzen und touristisch zu vermarkten, war Thema im Maulbronner Gemeinderat. Ursprünglich war die Stadtverwaltung davon ausgegangen, dass die Reaktivierung des Teichs vollständig von der EU und vom Enzkreis bezahlt wird. Nach genauerer Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen habe sich jedoch gezeigt, dass sich die Stadt „deutlich stärker“ einbringen müsse. Stadtrat Hans-Peter Lehner (CDU) kritisierte, dass die Frage der Verantwortlichkeit und damit auch der Finanzierung im Vorfeld nicht sauber geklärt worden sei. Fraktionskollege Friedrich Esenwein hakte nach, was mit einem „überschaubaren Aufwand“ gemeint sei, der jetzt auf die Stadt zukomme. Mit konkreten Zahlen konnte die Verwaltung zwar nicht dienen, doch Bürgermeister Andreas Felchle, Bauamtsleiter Dieter Rein und Stadtbaumeister Karl Velte konnten die kritischen Stadträte mit Erfahrungswerten zufriedenstellen, die an anderen Teichen gesammelt wurden, und versicherten, dass auf Maulbronn nur kleinere Reparaturen zukommen würden.

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