Warnung vor Energie-Engpass

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Umweltminister Franz Untersteller und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordern schnellen Netzausbau

Umweltminister Franz Untersteller beschwor zwar nicht unbedingt ein Black-out-Szenario, warnte bei der Tagung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft im Kongresszentrum (CCP) aber eindringlich vor Engpässen in der Stromversorgung, die Verbraucher und Wirtschaft hart treffen könnten.

Alexander Schaeff, Chefredakteur der Zeitschriften stadt+werk und Kommune 21, moderiert die Diskussion mit Umweltminister Franz Untersteller (li.) und Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Foto: Goertz

Alexander Schaeff, Chefredakteur der Zeitschriften stadt+werk und Kommune 21, moderiert die Diskussion mit Umweltminister Franz Untersteller (li.) und Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Foto: Goertz

Pforzheim. Die Energiewende scheint gleiche mehrere Rollen rückwärts zu machen. Diesen Eindruck erweckten Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) und die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserversorgung, Hildegard Müller. Durch den Atomausstieg nach der Fukushima-Katastrophe sei eine Lücke von 8400 Megawatt aufgerissen worden, von der Bayern und Baden-Württemberg besonders betroffen seien. Diese Lücke sollte möglichst schnell durch den Ausbau regenerativer Anlagen geschlossen werden. Für die Übergangsphase hat die Bundesregierung die Reservekraftwerksverordnung erlassen, die dafür sorgen soll, dass systemrelevante Kraftwerke nicht einfach vom Netz genommen werden dürfen. Allerdings: Die Verordnung läuft 2017 aus. „Wir brauchen dringend neue Kapazitäten“, steht für Hildegard Müller vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft die Uhr auf fünf vor zwölf. Der Zeiger tickt erbarmungslos weiter. „Der Planungszeitraum für neue Anlagen beträgt drei bis vier Jahre“, ist es für die Energieexpertin schon fast fünf nach zwölf. Sie schimpft: „Statt darüber zu diskutieren, ob Kapazitäten geschaffen werden müssen, sollten wir darüber diskutieren, wie Kapazitäten geschaffen werden.“ Das „Ob“ sei doch überhaupt keine Frage.

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