Wandlung und Verwandlung

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Expressive Darbietungen in der Reihe „Tanz pur“ – Kampf bleibt ohne Gewinner

Pforzheim. In seiner Reihe „Tanz pur“ wartet das Ballett des Theaters Pforzheim im Podium mit drei Uraufführungen auf. Zwei davon wurden von Mitgliedern des Ensembles choreographiert, eine vom ehemaligen Ballettdirektor des Theaters Bern. „Wandlung und Verwandlung“ könnte der die Aufführung verbindende Titel sein.

Wandlung und Verwandlung

Adrien Ursulet (v.li.) und Stefaan Morrrow in „After game“. Foto: Theater Pforzheim

„Initiation of an illusion – Einweihung einer Illusion“ nennt Ana dos Santos Brito da Torre ihre Halbstunden-Kreation für drei Tänzerinnen. Am Anfang liegen die drei mit dreiviertel langen Hosen Bekleideten bäuchlings auf dem Boden. Dann erheben sie sich, schreiten, drehen sich, gehen im Kreis und durcheinander auf der leeren Bühne. Das mutet alles noch friedlich an, bis eine von den zwei anderen bedrängt und gestoßen wird. Danach wendet sich das Blatt. Die Gegner wechseln, jede kämpft schließlich gegen jede, alle drei liegen wieder auf dem Boden. Zum Schluss wird auch noch das Publikum einbezogen. Bei diesem „Internationalen Duell der Führungskräfte“, wie diese bewegungsmäßig expressive Darbietung bezeichnet wird, soll es entscheiden, wer Siegerin ist. Das übliche Siegerpodest wird aufgebaut, auf dem am Ende niemand steht. Denn „Gewinnerin ist niemand“, wie man erfährt. So kämpfen denn einfach, mittels unterschiedlicher Ausdrucksmöglichkeiten und Bewegungsstudien Selene Martello, Ana dos Santos Brito da Torre und Evi van Wieren in weißen Socken um die Siegerpalme, die nicht vergeben wird.

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