Wald wird mit Helikopter gekalkt
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Enzkreis (pm). Zwischen dem 22. August und Mitte September werden die Wälder rund um Engelsbrand gekalkt; das Forstamt Enzkreis setzt damit die im letzten Herbst begonnene Kalkung fort. Der Kalk wird mit dem Hubschrauber ausgebracht. Bei starkem Wind kann es zu Verwehungen von Kalkstaub auch außerhalb des Waldes führen. Das Forstamt weist jedoch darauf hin, dass von dem Kalkgemisch keine gesundheitliche Gefahr ausgehe. Zudem bittet es, die Warnschilder und Absperrungen zu beachten, da für die Maßnahme die Wälder für Waldbesucher kurzfristig gesperrt würden.
Warum wird gekalkt? Hauptursache für die Schädigung des Ökosystems Wald sind Säuren und Stickstoffe, die der Regen aus der Luft ausgewaschen und in den Boden eingebracht hat. Diese haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einer starken Versauerung der Waldböden geführt. Dadurch werden wichtige Funktionen des Waldbodens erheblich beeinträchtigt oder ganz zerstört. So sei der Waldboden ein Filter, der schädliche Stoffe wie Nitrat, organische Säuren oder toxische Metalle vom Grundwasser fernhalte, erläutert das Kreisforstamt. Durch die Versauerung sei auch die Versorgung von Pflanzen und Bäumen mit Wasser und Nährstoffen gefährdet. Gesunde Waldböden seien die Voraussetzung für stabile und artenreiche Wälder – wichtig gerade im Hinblick auf den Klimawandel.
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