Vortrag über Paul Schempps Leben

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Wiernsheim-Iptingen (pm). Anlässlich des 120. Geburtstags des Pfarrers und Lehrers Paul Schempp porträtiert Pfarrer Harry Waßmann am Freitag, 24. Januar, 19.30 Uhr, in der St. Margaretenkirche in Iptingen Leben und Werk Schempps. Seine theologischen Impulse haben Spuren hinterlassen. Waßmann zeigt, wo sich bis heute Nachwirkungen finden lassen. Schempp (1900 bis 1959) erhält als Lehrer 1933 staatliches Berufsverbot. Daraufhin wird er Pfarrer in Iptingen. Es wird eine sehr erfüllte Zeit. Er hält Bibelstunden, predigt, tauft, konfirmiert, beerdigt und traut. „Von Iptingen aus hat sich Schempp im Kampf gegen den Anpassungskurs der Amtskirche an den Nationalsozialismus engagiert“, heißt es in einer Pressemitteilung zur Veranstaltung. Je mehr die Kirchenleitung Anpassung verlangt habe, etwa den Führer-Eid, desto heftiger seien die Reaktionen des Iptinger Pfarrers ausgefallen. Darüber kommt es zum Konflikt mit der Kirchenbehörde, die ihm 1939 Berufsverbot erteilt. „Die Iptinger Gemeinde wehrt sich und stellt sich hinter ihn. In demokratischer Urwahl wählt sie ihn, fast einstimmig, zu ihrem Pfarrer. Ein einmaliger Vorgang in der Evangelischen Landeskirche.“ Die Gemeinde hilft dem Pfarrer und seiner Familie, über die Runden zu kommen. Noch als Soldat versieht er an Wochenenden seinen Pfarrdienst in Iptingen – bis 1943.

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