Vorfall bleibt ein Rätsel
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Widersprüchliche Aussagen: Die Vorwürfe gegen einen Asylbewerber lassen sich nicht erhärten.
Enzkreis/Pforzheim. Im Prozess um zwei Asylbewerber aus dem Enzkreis, die sich in ihrer Unterkunft ein Streit bis aufs Messer lieferten, der für einen lebensgefährlich wurde, endete das zähe Gerangel um Wahrheiten und Widersprüche der Zeugen zu den Geschehnissen am 16. April 2020 vor dem Amtsgericht Pforzheim am Mittwoch mit einem „einstimmigen“ Freispruch von Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Richter King.
Die Wohngemeinschaft wider Willen in der Asylbewerberunterkunft stand unter keinem guten Stern. Immer wieder gab es Zoff, am 16. April sollten die Handgreiflichkeiten für einen der Kontrahenten schwere Folgen haben. Er kam auf der Straße vor dem Haus zu Fall, erlitt einen Schädelbasisbruch und eine Hirnblutung und wachte erst im Krankenhaus wieder auf. Für den Rechtsmediziner war ein Aufprall des 22-Jährigen mit der Schläfe auf den Asphalt die höchst wahrscheinliche Ursache für die lebensbedrohliche Kopfverletzung. Licht in das Dunkel des Tatablaufs, das mit einem Handgemenge begann, bei dem der Angeklagte durch den späteren Leidtragenden verletzt wurde, brachten weder das Gutachten noch die Aussagen der Zeugen.
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