Vorfahrtsregel stößt weiter auf Kritik
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Mühlacker. Ausgangspunkt war die Niederschrift über die Verkehrsschau im vorigen Jahr, die dem Gemeinderat, wie vom Gremium gefordert, vorgelegt werden muss. Das Papier umfasst neun protokollierte Tagesordnungspunkte. Einer von ihnen betraf die umstrittene Kreuzung Hindenburg-/Uhlandstraße, die Stadtverwaltung, Gemeinderat und Verkehrsexperten seit Jahren immer wieder beschäftigt. Dem Wunsch, die Vorfahrtsregelung rechts vor links zugunsten der Autofahrer, die auf der Hindenburgstraße in Richtung Bahnhof unterwegs sind, zu kippen, wurde bei der Verkehrsschau abgelehnt. Die Polizei befürchtet, bei einer Änderung würden mehr Unfälle passieren als jetzt.
Nadelöhr: An der Einmündung Hindenburg-/Uhlandstraße geht es eng und unübersichtlichh zu. Hier gilt rechts vor links.
SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Knapp machte aus seinem Unmut kein Hehl. Es könne nicht sein, dass 80 Prozent der Verkehrsteilnehmer auf der Hindenburgstraße stoppen müssten wegen der 20 Prozent, die aus der Uhlandstraße einmünden wollten. Dies werde von vielen Bürgern kritisiert. Ins gleiche Horn stieß FW-Chef Rolf Leo. „Es ist ärgerlich, dass überhaupt nichts geht“, meinte er im Hinblick auf eine versagte Änderung der Vorfahrtsregel. Für Wolfgang Buchtala wiederum stellen die unterhalb des Uhlandbaus haltenden Busse „die größten Hindernisse“ dar. Deshalb, sprang ihm Thomas Knapp bei, müsse versucht werden, die Busse günstiger, nämlich im Sinne von weniger Behinderungen, parken zu lassen. Die Stadtverwaltung sicherte daraufhin zu, sich des Themas anzunehmen. An der Rechts-vor-links-Vorschrift werde sich aber wohl nichts ändern, weil gewollt sei, dass Autofahrer vorsichtig fahren – gerade im Hinblick auf die Busse und die Schüler, die hier täglich in großer Zahl unterwegs sind. Zum zweiten abermaligen Diskussionsthema, der neuralgischen Kreuzung oberhalb von Mühlhausen zwischen Lomersheim und Roßwag, forderte Thomas Knapp, diese Stelle gelte es, „so schnell wie möglich, durch einen Kreisel zu entschärfen“. Stopp-Schilder reichten nicht aus, um weitere Unfälle zu verhindern. Genauso schätzte Rolf Leo die Situation ein. „Irgendwann muss die Vernunft siegen.“ Derzeit sei der Bau eines Kreisverkehrs erst für die Zeit ab 2015 vorgesehen, stellte Wolfgang Schreiber (CDU) fest. Eine genaue Jahreszahl gebe es noch nicht. „Wir müssen dranbleiben“, rief er die Verwaltung und seine Ratskollegen auf. Für eine Verbesserung der Lage sprach sich auch Klemens Köberle (LMU) aus. Allerdings gab er gleichzeitig zu bedenken, dass Landwirte Schwierigkeiten haben könnten, bei einem Kreisel am Berg mit ihren Schleppern anzufahren.
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