„Vor Gefahren auf der Hut sein“
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Anlässlich des Volkstrauertags wurde in Illingen dazu aufgerufen, für den Frieden einzustehen
Beim Volkstrauertag am Sonntag wurde in Illingen nicht nur der Menschen gedacht, die in der Vergangenheit Opfer von Gewalt geworden sind. Redner der weltlichen und geistlichen Gemeinden riefen dazu auf, für Frieden einzustehen und populistischen Parolen nicht auf den Leim zu gehen.
Zum Totengedenken legen Pastoralreferent Peter Förster (v.re.), Pfarrer Wolfgang Schlecht und Bürgermeister-Vertreter Winfried Scheuermann in Illingen einen Kranz nieder. Foto: Stahlfeld
Illingen. Der Volkstrauertag sei unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zum Gedenken der Opfer ins Leben gerufen worden, so Gemeinderat Winfried Scheuermann, der in Vertretung von Bürgermeister Harald Eiberger am Ehrenmal in Illingen sprach. Scheuermann nahm bewusst auch das Totengedenken vom Totensonntag und Allerseelen mit auf und rief so auch die Opfer des weltweiten Terrors ins Gedächtnis. Das Gedenken und die Erinnerung aber dürfe, mahnte Scheuermann, nicht nur auf die Opfer bezogen sein. Die Menschen müssten sich die Frage stellen, was sie besser als ihre Vorfahren machen können. Er warnte davor, dem „süßen Gift von Populismus und Nationalismus“ zu erliegen. Der Gedenktag verpflichte ebenso, diesen Trugbildern nicht nachzugeben. Es gebe keine einfachen Antworten in einer komplexen Welt. Scheuermann machte deutlich, dass Deutschland mit der ganzen Welt nicht zuletzt wirtschaftlich verflochten sei. Nationale Alleingänge beziehungsweise nationalistische Gedanken seien anachronistisch. Die Menschen müssten „vor den Gefahren für die Demokratie auf der Hut sein“ und dürften „dem Nationalismus nicht auf den Leim gehen“.
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