Von schwedischen Erfahrungen lernen
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Blick über den Tellerrand: EU-Projekt zur Integration von Flüchtlingen
Enzkreis (pm). Mit ein paar sehr konkreten Ideen sind die Teilnehmer am EU-Projekt „INTED“(„Integration through Education“ – „Integration durch Bildung“) aus dem schwedischen Linköping zurückgekehrt. Inzwischen prüfen die Mitglieder der Enzkreis-Projektgruppe, welche der Maßnahmen sich übertragen lassen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der schulischen und beruflichen Bildung. „Man muss natürlich die unterschiedlichen Strukturen berücksichtigen“, sagt Isabel Hansen, Integrationsbeauftragte im Landratsamt. „Es gibt viele zweisprachige Lehrkräfte, Migranten sind Brückenbauer der Kulturen oder schlicht lebendes Symbol für die Chancen, die Migranten haben – da haben wir Aufholbedarf“, meint Hansen.
Ein Beispiel aus Schweden ist der „IT-Guide“: Junge Flüchtlinge unterrichten ältere Menschen an PC, Tablet und Smartphone. „Dafür werden sie zunächst selbst geschult, und sie müssen natürlich die Sprache beherrschen“, berichtet Valentin Damm, der die Bildungsmaßnahmen für Flüchtlinge im Enzkreis koordiniert. Danach werden die jungen Leute dort eingesetzt, wo sich Ältere ohnehin treffen: in Begegnungsstätten oder Bibliotheken. Für ihren Einsatz erhalten sie ein Honorar. Als Nebeneffekt könne das Projekt Vorurteile auf beiden Seiten abbauen, so Damm.
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