Von fünf auf 100 Euro

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Fundsachenverkauf und Fahrradversteigerung locken Käufer ins Mühlacker Rathaus

Mühlacker. Ein Rollkoffer wird auf einem Waldparkplatz bei Lienzingen zurückgelassen. Nachdem die Abholfrist im Fundamt verstrichen ist, wird er wie zahlreiche andere herrenlose Gegenstände verkauft. So ergeht es am Donnerstagnachmittag auch vielen Schmuckstücken, Kleidungsteilen, Uhren, Sonnenbrillen – und alles, was sonst noch auf dem Mühlacker Rathaus abgegeben worden ist. Etwas besonders Kurioses sei bei dem diesjährigen Fundsachenverkauf nicht dabei, sagt eine Mitarbeiterin. „Wobei, vorhin haben wir schon einen Kinderwagen verkauft, der noch gut in Schuss war.“ Nicht nur bei diesem Verkaufsgegenstand kommt die Frage auf: Wie kann man so etwas verlieren? Und vor allem: Warum hat man nicht danach gesucht und auf dem Rathaus danach gefragt?

Von fünf auf 100 Euro

„Hauptsache ein Fahrrad“, sagt der glückliche Höchstbietende.

Auch Handys, darunter zahlreiche Smartphones, werden zum Verkauf feilgeboten. Die Bedingung ist allerdings, dass man eine Gebühr für die Lösung der noch vorhandenen Daten bezahlt. „Uns geht es darum, die Persönlichkeitsrechte der ehemaligen Besitzer zu schützen“, erklärt Ulrike Gutmann-von Langsdorff vom Fundamt. Dieses Jahr seien die Handys im Gegensatz zum Fundsachenverkauf im vergangenen Jahr gefragt. Dennoch bedauert Gutmann-von Langsdorff, dass das Kaufinteresse generell von Jahr zu Jahr abnehme. „Aber wenn man Dinge in Discountern so günstig erstehen kann, warum sollte man sie dann gebraucht kaufen“, versucht sie die Situation zu erklären.

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