Von Krankheit geprägt

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Angeklagter wird in psychiatrischem Krankenhaus untergebracht

Karlsruhe/Pforzheim (weg). „Ich verzeihe dir“, sagte der 53-Jährige am Mittwoch vor dem Schwurgericht in Karlsruhe. Er gab dem Beschuldigten, der ihn am 1. Juni gegen 4 Uhr morgens dreimal in den Kopf gestochen und erheblich verletzt hatte, großmütig die Hand. Angeklagt war der 26-Jährige wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. In der Nacht zum 1. Juli, so Staatsanwalt Johannes Jungmann, habe der Beschuldigte, der an einer Psychose leide, zusammen mit einem Freund Drogen konsumiert. Kurz vor 4 Uhr sei er plötzlich aus der Wohnung gegangen, habe mit seinem Messer gegen die Tür eines Mitbewohners im Haus gehämmert und sofort zugestochen, als der 53-Jährige die Tür öffnete.

Der junge Mann auf der Anklagebank ist „kein böser Mensch“, sagte Verteidigerin Susanne Burkhardt in ihrem Plädoyer. „Er ist eine tragische Figur auf seinem Lebensweg; geprägt von seiner Krankheit.“

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