Von Bauernopfern und Weltgeschichte

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Historiker und Künstler stellen den Skulpturenweg „Eppinger Linie“ vor

In die Zeit der Orléans’schen Kriege (1688/97) entführten Historiker Heiko P. Wacker und Künstler Hinrich Zürn in Sternenfels. Sie stellten einen Bezug her zwischen der Geschichte der Eppinger Line und Zürns Skulpturen, die zwischen Eppingen und Mühlacker am Eppinger-Linie-Wanderweg installiert wurden.

Der Künstler Hinrich Zürn (2.v.re.) beantwortet Fragen zum Modell der Skulptur „Verhack“.

Der Künstler Hinrich Zürn (2.v.re.) beantwortet Fragen zum Modell der Skulptur „Verhack“. Foto: Wendelstein

Sternenfels. Wacker erklärte anschaulich, wie es zum Bau der Anlage kam. Sonnenkönig Ludwig XIV. nahm den fehlenden Erben der Linie seiner Schwägerin Lieselotte von der Pfalz zum Anlass, Anspruch auf die Pfalz zu erheben. Damit löste er den Pfälzer Erbfolgekrieg aus. Zwischen Schwarzwald und Odenwald fielen seine Truppen ein. Er ließ zerstören, um zu demoralisieren, brandschatzen, um Lebensgrundlagen zu vernichten. Ein Krieg der verbrannten Erde, kühl als „Kabinettkrieg“ geplant. Besonders symbolhaft war die Sprengung des Heidelberger Schlosses. Hauptleidtragende waren die armen, einfachen Leute. Sie stellten 97 Prozent der Bevölkerung. 60 Prozent starben innerhalb dieser neun Jahre, zerrieben zwischen den Truppen, zumeist an Hunger. Das Volk wurde zum Bauernopfer, wie es Zürn in seiner Skulptur aufnahm.

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