Von Ausgrenzung und Anpassung

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Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerks in Illingen befasst sich mit dem Thema „Sinti und Roma – Klischee und Wirklichkeit“

In Enzberg gelten die neuen Nachbarn als schwierig, während im verklärenden Bild des Heimatfilms der Alltag des „fahrenden Volks“ vor allem aus Musik und Tanz zu bestehen scheint. Mit den Klischees und der Wirklichkeit der Sinti und Roma hat sich am Dienstag eine Veranstaltung in Illingen befasst.

Von Ausgrenzung und Anpassung

Offener Nachmittag des Evangelischen Bildungswerks in Illingen: In einem kurzen Film wird den rund 25 Gästen das Schicksal einer Sinti-Familie während und nach der Nazi-Herrschaft gezeigt.

Illingen. Ganz aus dem luftleeren Raum kommt das Thema des „Offenen Nachmittags“, einer Reihe, die sich bei Kaffee und Hefezopf mit verschiedenen Fragestellungen befasst, nicht, wie Thomas Knodel als Gastgeber bestätigt. Angesichts der Diskussion in Enzberg, wo es nach dem Einzug von Roma-Familien im Ortskern Klagen über Ruhestörungen und andere Begleiterscheinungen gegeben hatte, nutzte der Diakon und Bildungsreferent seine persönlichen Kontakte zu Dr. Andreas Hoffmann-Richter, dem Beauftragten der Evangelischen Landeskirche für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma, um eine Veranstaltung mit aktuellem Bezug zu organisieren. „Wir wollen ein Stück weit Aufklärung betreiben“, sagt Thomas Knodel, und dafür stehen neben dem Referenten Hoffmann-Richter als weitere Gäste Aaron Weiss und Tiffany Grünhold vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma. „Es sind auch Besucher aus Enzberg da“, hat Thomas Knodel festgestellt.

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