Vom Schnuller bis zur Urne
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Der Kabarettist Uwe Spinder präsentiert in Sternenfels sein Programm „Armes Deutschland“
Sternenfels. „Das Kabarett ist die einzige Opposition, die wir in Deutschland noch haben“: Scharfzüngig und mit ausdrucksvollen Gesten hat Uwe Spinder im Sternenfelser Bürgersaal die politische Kaste aufs Korn genommen und mit einem Augenzwinkern kuriose Zukunftsvisionen in den Raum gestellt.
Uwe Spinder gibt die Richtung vor.
Der gebürtige Sindelfinger, ein gelernter Verwaltungsfachmann, Schauspieler und Journalist, spielt in seinem Programm „Armes Deutschland“ mit allen Absurditäten, die Politik, Wirtschaft und Alltagsleben so zu bieten haben. Wortgewandt glossiert der Kabarettist die „Bemühungen“ der nach Brüssel entsorgten Ex-Landesväter wie Günther Oettinger oder Edmund Stoiber. Dem Entbürokratisierungsbeauftragten sei es immerhin gelungen, europaweit eine Verordnung über die Namensgebung von Borstenvieh im ländlichen Raum zu streichen und die europäische Schnullerverordnung auf nunmehr nur noch 40 Seiten einzukürzen. Wenig Hoffnung auf eine Endlagerung in Brüssel hat Spinder dagegen beim „atomaren Rumpelstilzchen“ Stefan Mappus. Auch dessen Nachfolger Winfried Kretschmann, der auf „sakral-schwäbische Art“ überparteiliche Ministerpräsident, werde dort wohl nicht landen, aber immerhin sei der neue Landesvater mittlerweile „kabarettabel“ geworden, bescheinigt ihm Spinder, der keine Partei ungeschoren lässt.
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