„Vollkommenen Schutz gibt es nicht“

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Im Rahmen von Bürgerversammlungen stellt die Gemeinde Illingen das überarbeitete Hochwasserkonzept vor

Die Hochwasserschutzkonzeption lag quasi schon in der Schublade, als die Wassermassen am 1.Juni Illingen heimsuchten und die Verantwortlichen zu einer neuen Bewertung zwangen. Bei der Vorstellung des überarbeiteten Konzepts konnten die Planer bei den Illingern nicht alle Zweifel ausräumen.

„Vollkommenen Schutz gibt es nicht“

Illingen. Auch in Schützingen wurde bei einer Bürgerversammlung am Mittwochabend über die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes informiert. Bereits zu Beginn des Jahres hatte Diplom-Ingenieurin Fiona Hahne vom Ingenieurbüro Wald + Corbe in Hügelsheim den Gemeinderäten die geplante Hochwasserschutzkonzeption für Illingen vorgestellt. Was aber wäre passiert, wenn am 1.Juni dieser Maßnahmenkatalog schon umgesetzt gewesen wäre? Dieser Frage ging sie mit ihrem Kollegen, Diplom-Ingenieur Andreas Bernreuther, nach und musste feststellen, dass es dennoch überflutete Bereiche gegeben hätte. „Auch dort, wo wir keine Überflutung ausgewiesen haben“, erklärte Bernreuther vor rund 100 Zuhörern in der Stromberghalle. Die Berechnungen hätten ergeben, dass es sich um weit mehr als ein 100-jährliches Hochwasser gehandelt habe. „In Illingen fand ein extremes Hochwasserereignis statt.“ Bei einem 100-jährlichen Hochwasser liege der Spitzenabfluss bei 17 bis 20 Kubikmeter pro Sekunde. Im Juni seien es 26 bis 30 Kubikmeter pro Sekunde gewesen.

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