Voller Einsatz für die Gelbbauchunke
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Schützenswert: die Gelb- bauchunke. Foto: Lechner
Enzkreis (fl). Experten haben die Gelbbauchunke zum Lurch des Jahres gewählt. „Bei uns in der Region hat die deutschlandweit gefährdete Art einen Verbreitungsschwerpunkt, deshalb haben wir eine besondere Verantwortung für dieses Tier“, erklärt Armin Heugel, im Enzkreis-Landratsamt zuständig für den Amphibienschutz. Ihren Laich legen die seltenen Unken in sogenannte temporäre Gewässer; meist flache, sonnenexponierte Wasserflächen, die sich häufig nur in den Frühlingsmonaten bilden und im Hochsommer wieder austrocknen. „Früher bildeten sich diese Wasserflächen durch Hochwasser im Auenbereich fast jedes Frühjahr neu“, so Heugel. Heute seien die Flüsse reguliert und die Laichgewässer sehr selten geworden. „Deshalb legen wir überall im Enzkreis Ersatzbiotope an.“ Die Stiftung Naturschutzfonds bildet ehrenamtliche Gelbbauchunken-Coaches aus, die sich künftig auch in der Region um den Schutz der Tiere kümmern sollen. Auch in den Wäldern, in denen die Forstverwaltung des Landratsamtes für Naturschutzbelange zuständig ist, wird einiges unternommen; manches ganz unfreiwillig. In den Rückegassen, die der Forst für die Bewirtschaftung der Wälder anlegt, hinterlassen schwere Holz-Erntemaschinen oft tiefe Fahrrinnen. „Im Frühjahr bilden sich hier große Wasserlachen, die häufig von Gelbbauchunken und gelegentlich sogar von Feuersalamandern als Kinderstube genutzt werden“, erzählt Oberforstrat Philipp Schweigler. Was ursprünglich ein Zufallsprodukt war, wird inzwischen von der Forstverwaltung gezielt gefördert. „Um den Nachwuchs in den Laichgewässern vor den Erntemaschinen zu schützen, baggern wir in Knittlingen und andernorts neben den Rückegassen kleine Flachtümpel aus.“
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