„Viele verlässt dann der Mut“

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Das Ökumenische Frauenhaus und die integrierte Fachstelle kümmern sich um Opfer häuslicher Gewalt. In der Hoch-Zeit der Corona-Krise ist die Zahl der Hilferufe sogar gesunken.

„Viele verlässt dann der Mut“

Leiterin Tanja Göldner. Foto: Roth

Pforzheim. Es war alles schon unter Dach und Fach, und dann sagte die schwangere Frau doch noch ab. Wie alt sie ist, welche Nationalität sie hat? Tanja Göldner weiß nur, dass die etwa 30- bis 40-jährige Frau mit einem mutmaßlich arabischen Akzent eigentlich mit ihrem kleinen Sohn vor ihrem gewalttätigen Mann flüchten wollte. Dafür war bereits alles organisiert, ein Platz in einer Einrichtung in einer anderen Stadt reserviert. „Da ist zu viel Zeit verstrichen. Viele verlässt dann der Mut“, bedauert Göldner, die seit 2007 das Ökumenische Frauenhaus in Pforzheim und seit 1. Juli auch die darin integrierte Fachstelle leitet, dass die Betreffende sich letztlich nicht zum Schnitt durchgerungen hat. „Am Schlimmsten ist es für eine Beraterin, wenn die Frauen weinen und einfach wieder auflegen.“

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