Verwirrspiel und kein Ende
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Fortsetzung im Betrugsprozess
Pforzheim/Enzkreis (weg). Die Richter blickten ratlos bei den Ausführungen von Verteidiger Andreas Melter. Der gab eine Erklärung für seinen Mandanten ab, der wegen Betruges vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Karl-Michael Walz angeklagt ist. Es geht um eine fingierte Geldanlage: Mehr als eine halbe Million Euro sind weg. Auf der Anklagebank sitzt außer dem 40-jährigen Autohändler aus dem Enzkreis noch ein 50 Jahre alter angeblicher Konsul, der aber keiner ist. Und die beiden Männer sind, wenn sie es je waren, keine Freunde mehr. Der Geneppte, ebenfalls ein Autohändler, sitzt mit seinem Anwalt im Zuschauerraum und schreit „Einspruch!“, was er wohl aus amerikanischen Serien kennt.
Verteidiger Melter, der „nur eine sehr kurze Erklärung“ für den 40-Jährigen abgeben wollte, verwechselte mehrfach die kosovarischen Namen der beiden Angeklagten, was für beträchtliche Verwirrung sorgte. Und Verteidiger Mathias Bürckle kündigte eine „sehr lange Stellungnahme“ seines Mandanten an, von deren Inhalt er nichts wisse und den er daher auch nicht, wie Kollege Melter, schriftlich fixieren, filtrieren und den Prozessbeteiligten demnächst übergeben könne.
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