Verwaltung im Corona-Modus

Archiv

Auch in Knittlingen kann der Gemeinderat derzeit nicht tagen – Eilentscheidung zu Tablet-Klasse

Knittlingen. „Abgesagt!!“ Die zwei Ausrufezeichen lassen keinen Zweifel an der Botschaft, die besagt, dass auch in Knittlingen der Gemeinderat vom Coronavirus ausgebremst wird. Die für den kommenden Dienstag geplante Sitzung kann nicht stattfinden. Daran werde sich auch zumindest bis Ende April nichts ändern, sagt Bürgermeister Heinz-Peter Hopp im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das Risiko wäre einfach zu groß“, lautet seine Überzeugung. Auch eine Verlegung in eine Halle sei mit zu vielen Unwägbarkeiten behaftet. Glücklicherweise seien Großprojekte wie Freibad, Schule, Baumsanierung und Faust-Geburtshaus bereits am Laufen beziehungsweise wie die Erschließung des vierten Teilabschnitts im „Knittlinger Kreuz“ erledigt. So bestehe momentan kein dringender Bedarf, das Gremium zusammenzurufen.

Verwaltung im Corona-Modus

Faust erlebt ein Rathaus im Corona-Modus, wird aber selbst aufgepeppt. Foto: Archiv

Untätig seien Verwaltung und Gemeinderat freilich keineswegs. „Wenn Bausachen reinkommen oder andere wichtige Dinge, schicken wir die Unterlagen raus. Ohnehin stehe ich in Kontakt mit den Fraktionssprechern, das funktioniert sehr gut“, berichtet der Rathauschef, der wie sein gesamtes Team inklusive Bauhof derzeit im Schichtbetrieb arbeitet. „Das ist eine gewaltige Herausforderung“, bezieht sich Hopp unter anderem auf die aufwendige Kommunikation via E-Mail, Telefon, Internet und Co., die alle stark auf Trab halte. Da gehe es nicht nur um verwaltungsinterne Absprachen oder um mit den Fraktionssprechern abzustimmende Eilentscheidungen – so seien Mittel freigegeben worden, um Geräte für eine weitere Tablet-Klasse an der Faust-Schule zu bestellen. „Wir leisten auch viel persönliche Hilfe“, berichtet der Bürgermeister von Einzelschicksalen, die rasches und unbürokratisches Handeln erforderten, wenn Menschen durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten seien. „Solchen Dingen muss man sich als Verwaltung stellen“, sagt Heinz-Peter Hopp. Auch das Alltägliche, nicht Aufschiebbare müsse weiterlaufen. Ausweisverlängerungen beispielsweise würden nach Terminvereinbarung und unter den gebotenen Schutzmaßnahmen durchgeführt.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen