Verurteilter Mörder schockt mit Raubüberfall
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Straftäter hält 17-Jähriger eine Pistole an die Schläfe
Pforzheim (weg). „Geben Sie mir Geld jetzt, sonst drücke ich ab!“ Der Mann hielt der 17-Jährigen eine Schreckschusspistole an die Schläfe. Dass sie ungeladen war, konnte die junge Frau nicht wissen. Es war ein finsterer Abend, der 19. Dezember gegen 18 Uhr. In ihrer Angst gab sie dem Mann 50 Euro. Gestern musste sich der 57-jährige Gelegenheitsarbeiter wegen schweren Raubes vor der Auswärtigen Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Andreas Heidrich verantworten.
Er gab sich einsilbig. Die Anklage von Staatsanwältin Christine Roschinski sei richtig, sagte er. Nach gutem Zureden seiner Verteidigerin Susanne Burkhardt war er immerhin bereit, ein bisschen aus seinem Leben und zur Tat zu erzählen: Seine Kindheit hatte der Jüngste von sieben Kindern im Heim verbracht. Den Hauptschulabschluss schaffte er, fand aber keine Lehrstelle. So nahm er Gelegenheitsjobs an, bis er als 25-Jähriger wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war. Wen er warum damals erstochen hatte, wollte er nicht sagen. Es sei „alles lange her“, meinte er.
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