Verschönerung sorgt für Unstimmigkeiten
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Sternenfelser Bürgermeister lässt die Kraichquelle ohne Gemeinderatsbeschluss herrichten und erntet dafür Kritik
Sternenfels. Ein verhältnismäßig kleiner Betrag von rund 5150 Euro hat in der Sternenfelser Gemeinderatssitzung am Donnerstag für Unstimmigkeiten gesorgt. Konkret ging es um die Reparatur des Quellsteins an der Kraichquelle, der seit Jahren kaputt ist, und dessen Umgebung, die nach Ansicht der Verwaltung um Bürgermeister Werner Weber „aufgewertet gehört“. Insbesondere, weil am 7. Mai dort der neue Kraichradweg, der nach Ketsch im Rhein-Neckar-Kreis führt, eröffnet werde: „An diesem Tag wird Sternenfels von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen, und das Bild des Orts soll den Radfahrern sowie der Presse positiv in Erinnerung bleiben – auch im Hinblick auf zukünftige Touristen und Radler.“
Die Kraichquelle wird derzeit für die Eröffnung des neuen Radwegs flottgemacht. Foto: Huber
Also hatte Weber eine Firma damit beauftragt, die Sanierung anzugehen. Und die ist mittlerweile weitestgehend abgeschlossen. Das Unternehmen sei gerade am Friedhof nebenan tätig gewesen, und so sei die Maßnahme an der Kraichquelle verhältnismäßig günstig gewesen, erklärt der Rathauschef im Gespräch mit unserer Zeitung sein Vorgehen. „Außerdem darf ich über Ausgaben von bis zu 10000 Euro entscheiden.“ Jedoch nur, wenn sie auch im Haushaltsplan festgeschrieben seien. Da es den allerdings noch nicht gebe, wäre eine Abstimmung des Gemeinderats erforderlich gewesen. Das habe er versäumt, räumt Weber ein, der am Donnerstag in der öffentlichen Sitzung gestand: „Da habe ich einen Fehler gemacht.“
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