Vergewaltiger muss drei Jahre hinter Gitter

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Engagiertes Plädoyer der Verteidigerin überzeugt Richter nicht

Niefern-Öschelbronn (weg). Zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen Vergewaltigung und Körperverletzung wurde am Freitag ein 37-Jähriger aus Pforzheim vom Schöffengericht verurteilt. Nach Überzeugung der Richter unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Joachim Weik hatte sich die Tat so zugetragen, wie in der Anklage dargelegt. Wie schon berichtet, hatte der Angeklagte die stark betrunkene Frau nach einem Disco-Besuch am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages 2015 in der Toilette eines Hotels in Niefern brutal verprügelt und sie dann vergewaltigt. Grün und blau geschlagen war die Frau im Gesicht gewesen, hatte Hämatome an Oberschenkeln und Knien, die Strumpfhose war zerrissen.

Der Angeklagte bestritt eine Vergewaltigung. Der Verkehr habe in schönster Freiwilligkeit stattgefunden. Verprügelt worden sei die Frau zuvor wohl von einem dunkelhäutigen Mann, mit dem sie die Disco verlassen hatte. In seiner ersten Aussage bei der Polizei hatte er behauptet, es habe überhaupt kein Verkehr stattgefunden. Er sei nach Hause geeilt, als die Disco dichtmachte. Vor Gericht erklärte er, diese Aussage sei ein Missverständnis; er beherrsche die deutsche Sprache nicht. Laut Polizei war indes die Verständigung zwar etwas schwierig, aber möglich gewesen. Der Angeklagte hat die deutsche und die russische Staatsbürgerschaft und lebt seit 16 Jahren in Deutschland.

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