Veranstaltungen Brisantes Thema auf der Theaterbühne
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Pforzheim (pm). Am kommenden Freitag, 15. Februar, und am Samstag, 16. Februar, um 20.30 Uhr führt die TheaterkommuneA als Amateurtheater-Eigenproduktion das Stück „Der Tod und das Mädchen“, ein Drama über politische und sexuelle Gewalt, im Studio des Pforzheimer Kulturhauses Osterfeld auf. Das Theaterstück spielt in einem nicht näher benannten Land kurz nach Beendigung einer Militärdiktatur. Ein spontaner nächtlicher Gast, der bei einer Autopanne geholfen hat, bringt einen Prozess mit drei Getriebenen in Gang. Paulina Salas ist davon überzeugt, ihr Peiniger sei ihr soeben ins Netz gegangen, und beschuldigt den Arzt Roberto Miranda, er hätte sie vor mehr als zehn Jahren gefoltert. Sie nimmt ihn in einem Anfall von Raserei, die Wahrheit ans Licht zu bringen, über Nacht in Beugehaft. Miranda soll in diesem Opferprozess ein Geständnis ablegen und die Folterszenen beschreiben.
Der Autor Ariel Dorfman zählt zu den bekanntesten lateinamerikanischen Schriftstellern. Er engagierte sich für den demokratischen Sozialismus von Salvador Allende. Nach dem Militärputsch 1973 emigrierte er in die USA und arbeitete als Professor für Lateinamerikanistik, als Essayist, Romancier und Dramatiker. Die Auswirkungen der chilenischen Gewaltherrschaft auf die Menschen verarbeitete er als Schriftsteller. Regie bei den Aufführungen in Pforzheim führt Frank Kalcher, assistiert von Lea Mahr.
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