Vater mit Bambusstock verletzt

Archiv

Sohn steht vor Gericht

Enzkreis/Karlsruhe. Ein 33-Jähriger musste sich vor Gericht wegern versuchten Totschlags verantworten. Er hatte seinen Vater attackiert. Es war ein schwarzer Samstagvormittag für einen 60 Jahre alten Mann aus dem Enzkreis: Er saß nichtsahnend am Esstisch, als am 3. März sein Sohn plötzlich mit einem 70 Zentimeter langen Bambusstock von hinten auf ihn einschlug. Der Senior erlitt eine Kopfplatzwunde und durch Abwehrbewegungen eine Verletzung an der Hand. Mit einiger Mühe konnte er den Sohn mit einem Stuhl ins Freie drängen. Dort ließ dieser sich widerstandslos von der Polizei festnehmen.

Nun fand der Fall vor dem Schwurgericht unter Vorsitzendem Richter Leonhard Schmidt sein juristisches Nachspiel. Die Verhandlung fand auf Antrag des Verteidigers Michael Schilpp unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: „Es gibt hier zu viele Details, die nicht vor der Öffentlichkeit ausgebreitet werden müssen.“ Das Urteil: Die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus wurde zwar verfügt, aber zur Bewährung ausgesetzt, wie Schilpp berichtete. Der psychiatrische Sachverständige habe sein ausführliches Gutachten mit einem Satz auf den Punkt gebracht: Wenn der Beschuldigte seine Medikamente einnehme, sei er „ein lieber Kerl“, ohne Medikamente aber gefährlich. Als Bewährungsauflage muss er die Medikamente pünktlich und regelmäßig einnehmen, was er den Richtern versicherte.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen