Vandalismus in der „Partyzone“

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Mühlacker (ts). Eine Art „Urwald“ inmitten eines bewirtschafteten und gepflegten Kulturforsts: Der Mühlacker Ausschuss für Umwelt und Technik hat einhellig dem Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt, das Forstamt damit zu beauftragen, das nun vorgestellte Alt- und Totholzkonzept umzusetzen. Wesentliche Bestandteile dieses Konzeptes sind auf Dauer eingerichtete Waldrefugien, „die ihrer natürlichen Entwicklung bis zum Zerfall überlassen werden“, so die Verwaltung. Die Einrichtung solcher Refugien mit vielen schützenswerte Arten ist anrechenbar auf das naturschutzrechtliche Ökokonto und außerdem auf das Ökokonto der Stadt Mühlacker. Von der Kommune wird Letzteres favorisiert. In Mühlacker, so Kreisforstamtsleiter Frieder Kurtz, böten sich 4,4 Prozent des städtischen Waldes als Stilllegungsfläche an. Das Gremium gab der Realisierung des Alt- und Totholzkonzepts grünes Licht. SPD-Stadtrat Jürgen Metzger schlug vor, auf Wanderparkplätzen mit Hinweistafeln über Sinn und Zweck des Unterfangens zu informieren.

Zur Kenntnis genommen hat der Ausschuss den Forsthaushalt 2012 und die Planung für 2013. Im vergangenen Jahr sei „eine schwarze Null“ geschrieben worden, berichtete Frieder Kurtz. Die Situation sei „sehr erfreulich“, und „die Bedeutung des Waldes steigt“. Wermutstropfen: Auch im Wald kommt es zu Vandalismus. Klemens Köberle (LMU) kritisierte, dass der Bereich um die Chartaque bei Schönenberg als „Partyzone“ mit Lagerfeuer und Scherbenmüll missbraucht werde.

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