Vaihinger Initiative gegen Bauprojekt

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Bürgergärten-Bewegung sammelt Unterschriften für Bürgerbegehren

Vaihingen. In Vaihingen geht die Bürgergärten-Bewegung (BGB) gegen das geplante Bauvorhaben der Stadt auf dem Enßle-Areal in die Offensive. Die Verwaltung will dort ein Konzept für Handel und Wohnen zwischen den Straßen „Im Mühlkanal“ und „Köpfwiesenweg“ verwirklichen. Die BGB lehnt das Projekt ab und sammelt aktuell Unterschriften, um in der Sache einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen zu können. Nach Angaben der Initiative müssten 1584 Unterschriften zusammenkommen, damit ein Bürgerbegehren eingereicht werden kann. Wenn diese Hürde genommen wird, muss der Gemeinderat überprüfen, ob das Bürgerbegehren zulässig ist. Ist dies der Fall, muss das Gremium die Durchführung eines Bürgerentscheides einleiten.

Die Initiative kritisiert unter anderem, dass für die geplante Bebauung drei der Bürgergärten, die den Bereich Köpfwiesen an der Enz seit Jahrhunderten prägen, sowie ein Geschäftsgebäude weichen müssten. Hinter der Fassade des Geschäftsgebäudes verberge sich jedoch die aus Sicht der Initiative erhaltenswerte „alte Lederfabrik“. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich derzeit ein Laden, die oberen Räumlichkeiten werden von einer christlichen Gemeinschaft genutzt. In den Augen der BGB würde eine Umsetzung des städtebaulichen Konzepts das Gesicht der Stadt an einem neuralgischen Punkt negativ verändern. Die BGB führt eine Vielzahl von Argumenten gegen die Pläne der Stadtverwaltung ins Feld. Mehr Einzelhandel auf dem Enßle-Areal werde zur Verödung der Innenstadt beitragen. Die Verwaltung hingegen will die Innenstadt mit der Maßnahme beleben. Die geplante Bebauung sei auch mit Blick auf Hochwasserschutz, Luftaustausch und Verkehrsbelastung und -lärm kontraproduktiv.

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