VCD wirft der Bahn Preistreiberei bei Fahrkarten vor
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Mühlacker (pm). Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember wurden auch die Fahrpreise anhoben – nach Angaben der Bahn im Nahverkehr um 2,7 Prozent, im Fernverkehr um 3,9 Prozent. Doch je nach Verbindung und genutzter Fahrkarte kann die Preiserhöhung sogar noch stärker sein, wie der Verkehrsclub VCD festgestellt hat: „Tatsächlich beträgt die Preiserhöhung bis zu 65 Prozent für Fahrgäste auf der Strecke Mühlacker-Stuttgart, die bislang das Regioticket Baden-Württemberg genutzt haben“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb aus Mühlacker.
Mit dem Regioticket kostete innerhalb von Baden-Württemberg auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern eine Hin- und Rückfahrt ab 9 Uhr den Festbetrag von elf Euro. Nun wurde dieses Angebot ersatzlos gestrichen – gegenüber dem VCD begründete die Bahn dies mit zu geringer Nachfrage. Der Normalpreis für eine Fahrt von bis zu 50 Kilometern (hin und zurück) beträgt seit dem Fahrplanwechsel 18,20 Euro – 65 Prozent mehr als der bisherige Sparpreis.Mit der Bahncard 25 lässt sich auch im Verkehrsverbund sparenDer VCD-Vorsitzende vermutet allerdings weniger eine geringe Nachfrage, sondern vielmehr, dass wegen des neuen Metropoltickets, das am 1. Januar eingeführt wird, die Regiotickets abgeschafft wurden. Mit diesem Metropolticket, das der VCD lange Jahre gefordert habe, könne man mit einer Fahrkarte die Verbundgrenzen in der Region Stuttgart überwinden – allerdings liege der Preis von 18,50 Euro auch deutlich höher als das jetzt weggefallene Sparangebot, so der VCD.
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