Urteil gegen Bankräuber von Ölbronn gesprochen
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47-Jähriger muss fünf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis – Geständnis erspart dem Mann weitere Jahre hinter Gittern.
Pforzheim/Ölbronn-Dürrn. So dumm sich der Angeklagte bei seinem Überfall am 12. Mai 2014 auf eine Volksbank-Filiale in Ölbronn angestellt hat, so clever hat der heute 47-Jährige bei seinem Prozess in Pforzheim mit einem Geständnis agiert, das ihm viel Zeit im Knast erspart haben dürfte. Die Große Auswärtige Strafkammer des Landgerichtes hat den Italiener „nur“ zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten sowie zum Einzug der Beute von 5900 Euro verurteilt.
Damit blieb das Gericht dicht an der Mindeststrafe von fünf Jahren für den angeklagten besonders schweren Raub und weit entfernt von dem Maximum von 15 Jahren. Wie berichtet, hatte der Angeklagte den Kassierer damals nach einem Sprung über den Tresen mit einem Messer und einer echt aussehenden Schusswaffe in Angst und Schockstarre versetzt, bevor er sich an der Kasse bediente. „Das war ein ganz normaler Banküberfall. Ohne Geständnis gibt es dafür bei uns so um die acht Jahre“, führte der Vorsitzende Richter Andreas Heidrich dem 47-Jährigen in seiner Urteilsbegründung noch einmal deutlich den Wert seines Geständnisses vor Augen. Staatsanwältin Christine Roschinski hatte eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten gefordert.
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