Urlaubsgefühle unter Palmen
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Bars mit Strand-Charakter schießen aus dem Boden und aus den Dächern Pforzheims
Pforzheim. „Das ist doch eindeutig der beste Platz“, findet Rentner Kurt Kunzmann und prostet seinem Sitznachbarn mit einem Glas Bier zu. Die Sonne scheint durch die Palmenblätter, liebevoll dekorierte Gartenmöbel laden vielleicht nicht zum tagelangen, dafür aber stilechten Sitzen ein, der Blick fällt auf die Pforzheimer Herz-Jesu-Kirche und vor allem: aufs Wasser. „Das ist doch toll, mitten in der Stadt, am Wasser und trotzdem fährt kein Auto vorbei“, genießt der Pforzheimer die Sicht auf die Enz. Am Bootspick hinter dem Stadttheater ist eindeutig ein guter Platz zum Verweilen, den nicht nur Rentner, sondern auch Mitarbeiter des Theaters nutzen, junge und ältere Leute. Man kann auch oft Geschäftsleute bei einer kleinen Besprechung sozusagen an den Ufern der Enz beobachten, und ab und zu ist auch das Geräusch von Wassertretern zu hören, die eines der Tretboote gemietet haben.
Wer braucht da noch Ibiza: Sand tonnenweise unter den Füßen und die Strandbar samt Cocktail in greifbarer Nähe – im zweiten Jahr hat sich herumgesprochen, dass man in der Strandbar „SP6“ auf dem Sparkassendeck „chillen“ kann. Wer hinschaut, sieht die Palmen auch von unten. Foto: Roth
Die Wärme in den vergangenen Tagen kommt eindeutig den saisonalen Gastronomiebetrieben zugute. Und sicher nicht nur ihnen, diejenigen, die eine Fläche haben, bewirten auch im Freien. Inzwischen hat sich auch herumgesprochen, dass man den Einkaufsbummel in der Schlössle-Galerie mit einem Kaffee oder einem Cocktail in der „Sky Bar“ ausklingen lassen kann, die seit dem 1. Mai geöffnet hat, aber auch ein paar Kälte-Tage überwinden musste, damit die Besucher jetzt in den an Ibiza erinnernden Strandhäuschen mit dem – neu hinzugekommen – Wellblechdach plaudern, essen und trinken können. Wie das die Schülerinnen Nelly und Erika gern tun, wenn sie eine Hohlstunde haben oder Mittagspause machen. Noch vier Jahre am Fritz-Erler-Gymnasium liegen vor ihnen, erzählen die Freundinnen. Da sind noch einige Pausen mit Sicht über die Stadt in der „Sky Bar“ drin. „Man ist schnell weg aus dem Alltag“, bestätigt auch die Gruppe junger Männer, die ein paar Liegestühle näher zu einem der Häuschen geschoben haben, um eine große Runde bilden zu können, während im Hintergrund gedämpfte „House-Musik“ das Ambiente mit dem nötigen Strand-Feeling versorgt.
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