Unterhaltung mit Musik

Archiv

Wolfgang Lachnitt inszeniert Carl Millöckers Operette „Der Bettelstudent“

Pforzheim. Einerseits wird über den künstlerischen Wert der Operette immer wieder, wenn auch zu Unrecht, gestritten. Andererseits wirft man ihr pauschal, und auch das zu Unrecht, Wirklichkeitsferne vor. Das gilt beides nicht für Carl Millöckers Operette „Der Bettelstudent“, die jetzt im Theater Pforzheim Premiere hatte.

Unterhaltung mit Musik

Das Ensemble spielt vor einem Bühnenbild, das vom Maler Arcimboldo inspiriert wurde. Foto: Theater

Man sollte dann aber auch den Beweis dafür antreten, dass die der Operette gegenüber bestehenden Vorurteile unberechtigt sind. Dieser Aufgabe gerecht zu werden, fällt beim „Bettelstudent“ leichter als bei anderen Werken des Genres. Denn diese Operette hat einen Bezug zur historischen Wirklichkeit. Diesen herzustellen und nicht nur unterhaltsames Theater der sogenannten leichten Muse zu präsentieren, wäre eine lohnende Aufgabe gewesen. Ihr wurde jedoch der für die Inszenierung verantwortliche Wolfgang Lachnitt nicht gerecht. Denn er zeigte kein realistisches Musiktheater, bei dem der „Ernst der Lage“ zumindest durchschimmert, der in diesem Werk hinter allem „Ach, ich hab’ sie ja nur auf die Schulter geküsst“ vorhanden ist. Deshalb kann es mit Oberst Ollendorfs zum Sprichwort gewordenem Diktum nicht nur heißen: „Schwamm drüber“.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen