Untergebracht in Kellern und Garagen?

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Die beengten Wohnverhältnisse gelten, wenn es um Beschwerden über Roma-Familien in Enzberg geht, als wichtiger Faktor. Stadt wünscht sich eine gesetzliche Handhabe. Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma verlängert.

Mühlacker. Im Bemühen, die Roma-Familien in Enzberg zu integrieren, setzt die Stadt Mühlacker für ein weiteres Jahr auf eine Zusammenarbeit mit den Beratern des Verbandes Deutscher Sinti und Roma. Gleichzeitig fordert der Gemeinderat eine Unterstützung durch den Gesetzgeber, was Kontrollen der Wohnverhältnisse betrifft.

Untergebracht in Kellern und Garagen?

Über die Diskussion um Unterkünfte für Lohnarbeiter in der Fleischindustrie hinaus sieht der Gemeinderat dringenden Handlungsbedarf, um Missstände einzudämmen, die nach dem Eindruck des Gremiums auf einem lukrativen Geschäftsmodell beruhen: Investoren von außerhalb kaufen alte Häuser im Ortskern auf und vermieten sie ohne wirkliche Renovierung an Zuzügler aus Osteuropa. Wie viele Menschen hier auf wie vielen Quadratmetern unter welchen Bedingungen leben, ist danach für die Behörden kaum nachvollziehbar. Die Neubürger, erklärte Ordnungsamtschef Ulrich Saur auf Nachfrage von Stadtrat Ulrich Hagenbuch (Freie Wähler), meldeten sich korrekt auf dem Rathaus an, wobei sie eine Bestätigung des Vermieters vorlegen müssten. Doch wer sich danach noch zusätzlich als Gast für wie lange in der betreffenden Wohnung einquartiere, so der Amtsleiter, sei schwer zu überprüfen.

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