„Unkraut“ steht unter besonderem Schutz

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Viele Pflanzenarten sind selten geworden – Spezielle Reservate für Ackerwildkräuter eingerichtet

Enzkreis. Wer ihre Namen hört, der ahnt: Bei den Vorfahren haben sie einst ein hohes Ansehen genossen. Die verliehen ihnen wohlklingende Namen wie „Frauenspiegel“, „Gauchheil“, „Hasenohr“, „Venuskamm“ oder auch „Adonisröschen“. Heute kennen die meisten Menschen nur noch einen Namen für diese vielen verschiedenen Pflanzenarten: Unkraut.

„Unkraut“ kann wertvoll sein: Eine Infotafel in Mönsheim erklärt, warum.

„Unkraut“ kann wertvoll sein: Eine Infotafel in Mönsheim erklärt, warum. Foto: Lechner

Es gibt rund 300 Arten von Ackerwildkräutern, die eng mit der Geschichte der Menschheit verknüpft sind. Als sogenannte Ackerbegleitflora stellten sie für die moderne Landwirtschaft vor allem eine Konkurrenz für die angebauten Nutzpflanzen dar. Deshalb wurden und werden sie bekämpft, und deshalb sind heute viele der Ackerwildkräuter akut vom Aussterben bedroht. Im Enzkreis bemüht man sich verstärkt um den Erhalt seltener Ackerwildkräuter. „Vor allem das Heckengäu mit seinen kargen Böden und seinen sogenannten Muschelkalk-Scherbenäckern ist so etwas wie ein Refugium für diese Arten“, berichtet die Geschäftsführerin der BUND-Regionalgeschäftsstelle in Pforzheim, Regine Einfeld. Deshalb haben Thomas Köberle von der BUND-Ortsgruppe Mühlacker und die Agraringenieurin Barbara Klein, Vorsitzende des naturkundlichen Vereins VENA in Vaihingen, schon vor Jahren begonnen, die letzten Vorkommen seltener Ackerwildkräuter im Heckengäu zu kartieren. „Dabei wurden wir finanziell vom Plenum Heckengäu unterstützt“, berichtet Klein.

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