Überraschende Wende im Goldbäder-Prozess

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Pforzheim (weg). Überraschende Wende im Prozess gegen vier Männer wegen Bandendiebstahls in größerem Ausmaß: Als am Mittwoch eigentlich mit ersten Plädoyers gerechnet wurde, ließ Staatsanwalt Dr. Bernhard Ebinger den ältesten der Angeklagten, Stevo C. (Namen der Angeklagten geändert), erneut verhaften. Wie berichtet, sollen die vier Männer zwischen 33 und 49 Jahren eine goldverarbeitende Firma im Enzkreis bestohlen haben – das Unternehmen geht von über vier Millionen Euro aus, die Angeklagten gestanden 300000, die Staatsanwaltschaft rechnet mit 670000 Euro. Nach ihrem Geständnis wurden die Angeklagten – seit Ende 2016 in Untersuchungshaft – freigelassen. Für Stevo C. endete die Freiheit gestern wieder.

Wie Ebinger erläuterte, hatte er Nachermittlungen anstellen lassen. Dabei waren bei Stevo C., der auch einen goldverarbeitenden Betrieb besitzt, goldhaltige Bäder entdeckt worden, die aus der bestohlenen Firma stammten und etwa 600000 Euro wert seien. Der zuerst von der Staatsanwaltschaft zugrunde gelegte Schaden erhöht sich damit beträchtlich. Ebinger beantragte, das Verfahren gegen Stevo C. abzutrennen. Der Vorsitzende Richter der Auswärtigen Großen Strafkammer, Andreas Heidrich, sah sich angesichts der neuen Umstände nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen. Nachdem ein weiterer Polizist als Zeuge ausgesagt hatte, vertagte er die Fortsetzung des Prozesses.

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