UBL-Chefin zieht einen Schlussstrich
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Ingeborg Beller scheidet am 25. Juli nach fast 32 Jahren aus dem Illinger Gemeinderat aus und bedauert das Klima in der Kommune
„Das Klima in Illingen hat sich verändert“, bedauert Ingeborg Beller, Sprecherin der UBL-Fraktion im Gemeinderat. Nach fast 32 Jahren zieht sie einen Schlussstrich. In der Sitzung am 25. Juli scheidet sie aus dem Gremium aus.
Am Haushaltsplan 2018 hat sie noch mitgearbeitet, der Etat 2019 muss ohne ihren Sachverstand auskommen. Ingeborg Beller sortiert bereits alle Illinger Ratsunterlagen aus drei Jahrzehnten aus. Foto: Goertz
Illingen. Der Konflikt um das Caritasheim für Menschen mit Behinderungen im Illinger Wiesental ist keineswegs der einzige ausschlaggebende Grund für die 69-Jährige, sich aus dem Gemeinderat zurückzuziehen. „Ich wollte schon vor anderthalb Jahren aufhören“, erzählt Beller. „Aber meine Fraktion hat mich überzeugt, weiterzumachen.“ Doch seitdem ist der Wind immer rauer geworden in der Stromberggemeinde. Spätestens seit der Diskussion um die Flurneuordnung, die deren Gegner mit einem Bürgerentscheid verhindert haben, und dem aktuellen Konflikt um das Caritasprojekt stellt Beller fest: „Die Arbeit im Gemeinderat ist zurzeit wenig erfreulich.“ Das liege nicht in erster Linie am Gemeinderat, betont sie. Vielmehr stelle sie einen zunehmenden Egoismus fest, bei dem private Interessen über das Allgemeinwohl gestellt werden. Das sei schon bei der Flurneuordnung so gewesen, bei der es außerdem, so Beller, vielen nur darum gegangen sei, „denen da oben“ eins auszuwischen.
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