Türkisches Militär fängt jungen Dschihadisten ab

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21-Jähriger aus Pforzheim will in den „Heiligen Krieg“ ziehen und scheitert schon auf der Anreise. Gericht spricht Bewährungsstrafe aus.

Pforzheim/Ludwigsburg (hr). Terrorismusfinanzierung und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat lautete die Anklage gegen einen 21-jährigen Pforzheimer vor dem Ludwigsburger Jugendschöffengericht. Attentat hatte der junge Mann keines vor und für einen Mitstreiter lediglich 60 Euro gesammelt, so dass der Prozess für ihn noch einmal glimpflich abging. Das Urteil: ein Jahr und acht Monate Haft auf Bewährung und Teilnahme an einem Aussteigerprogramm im Kompetenzzentrum gegen Extremismus Baden-Württemberg.

Sympathien für den „Heiligen Krieg“ hatte der Angeklagte bereits im Alter von 15 oder 16 Jahren entwickelt. Sein Freundeskreis in Facebook rutschte immer mehr in die Ecke junger Dschihadisten, die auf die Internet-Propaganda des IS hereinfielen und eine Art Heldentum witterten. Der Pforzheimer unterstützte zunächst drei Kumpels, die nach Syrien aufbrachen, um sich dort in einem Camp zu Kämpfern ausbilden zu lassen. Einer der Kumpels ist tot, weil er im Juli vergangenen Jahres von Bombensplittern getroffen wurde.

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