Tüftler meistert auch schwierige Aufgaben

Archiv

Hans Hagmann hat in Illingen seinen 90. Geburtstag gefeiert

Illingen. Gestern hat Hans Hagmann im Illinger Seniorenheim St. Clara seinen 90. Geburtstag gefeiert. Er blickt zurück auf neun Lebensjahrzehnte, in die das Schicksal viel hineingepackt hat. Geboren am 11. Dezember 1922 in Mannheim-Rheinau, die Mutter früh verstorben, bei der Großmutter in Bretten und Lomersheim aufgewachsen – das schien zunächst nicht der beste Start ins Leben zu sein. Hans besuchte die Volksschule, sein Traumberuf war Koch. Doch die Oma bestimmte: „Du wirst Uhrmacher.“ Schließlich hatte sich schon sehr früh gezeigt, dass der Junge ein richtiger Tüftler war und geschickte Hände hatte, wie Sohn Uwe erzählt, der seinen Vater täglich besucht.

90. Geburtstag: Hans Hagmann.

90. Geburtstag: Hans Hagmann.

Hans Hagmann begann eine Lehre als Remonteur in einer Pforzheimer Uhrenfabrik. Eingezogen zum Reichsarbeitsdienst, musste er dann bei Kienzle, der alten Traditionsuhrenfabrik in Schwenningen, anstatt Uhrwerke Teile für die Rüstungsindustrie fertigen. Den Frankreichfeldzug erlebte der junge Mann an der Atlantikküste, als 22-Jähriger war er in Stalingrad an der Front, verlor 1944 ein Bein, kam über viele Umwege schwer verletzt in ein Lazarett nach Stuttgart. Einigermaßen genesen, zog er nach Lomersheim, fand Arbeit in der Pforzheimer Uhrenindustrie, wechselte nach Mühlacker.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen