Tüfteln für die Rückkehr zur Normalität

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Nach den Sommerferien sollen die Schulen zum „Regelbetrieb“ zurückkehren – gar nicht so leicht unter den Spielregeln der Pandemie. Abstandsregeln unter Schülern fallen zwar weg, Lehrer erhalten Gratis-Tests. Doch stark schwankende Infektionszahlen verunsichern.

Mühlacker „School’s out for Summer“: Wenn im Radio wie nun wieder dieses Lied zu hören ist, weicht normalerweise die Anspannung eines ganzen Schuljahrs auch unter Lehrern und Rektoren der Vorfreude auf einige entspannte Wochen. Doch was ist schon normal dieses Jahr? Aus der sonstigen Routine der Organisation eines neuen Schuljahrs ist eine Art Strategiespiel mit vielen Unbekannten geworden.

Tüfteln für die Rückkehr zur Normalität

„Wir versuchen alles so zu entzerren, dass sich maximal ein Viertel der Schüler begegnet“, beschreibt Veit Kibele, Schulleiter der Beruflichen Schule Mühlacker, die Hürde, die sich vor ihm aufbaut, und die er und seine Kollegen im September nicht reißen dürfen. 1450 Jugendliche und junge Erwachsene drücken in der Lienziger Straße 46 die Schulbank, unterrichtet von 90 Lehrern. „Das Ministerium sagt, es gibt einen Regelbetrieb, aber nicht, wie das genau geht. Wir sind jetzt am Austüfteln, wie wir das hinkriegen“, so Kibele. An der Beruflichen Schule Mühlacker bedeutet das einen Schichtbetrieb. Kibele: „Die einen haben sechs Stunden morgens, die anderen haben sechs Stunden nachmittags.“ Ein starres Klassenzimmerprinzip sei unmöglich. Über allem steht für Kibele eine Unsicherheit: „Wir wissen ja nicht, was passiert, wenn die Leute Corona aus dem Urlaub mitbringen. Ich gehe mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf in die Sommerferien“, räumt er ein.

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