Trotz Wind und Job weiter ganz oben an der Spitze
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Unikum Schleifer: Mühlackerin schafft Spitzenzeiten trotz Beruf
Mühlacker. Gleich nach dem Sieg über 21 Kilometer beim Stuttgart-Lauf am Sonntag (wir berichteten ausführlich) widmete sich Christine Schleifer wieder ihrem Job. Es gibt deutschlandweit derzeit wohl kaum eine zweite Läuferin, die den Spagat zwischen Beruf und Hobby so erfolgreich und diszipliniert meistert. Um trotz der Karriere bei einem Pforzheimer Maschinenbauunternehmen bei Rennen nicht abgehängt zu werden, schnürt die 31-Jährige aus Mühlacker sogar in der Mittagspause immer wieder die Laufschuhe. „Das Wieselchen“, so bezeichnet sich Schleifer im Rahmen ihres Internetauftritts selbst, war auch am Tag nach dem Zieleinlauf in Stuttgart (21 Kilometer in 1:17,50 Stunden) nicht erreichbar, weil sie beruflich bereits wieder voll eingespannt war. Doch gerne bilanziert der Triathlet und Freund von Christine Schleifer, Sebastian Kienle, die Leistung seiner schnellen Freundin. „Als Trainer und Freund bin ich mit ihrer Leistung sehr zufrieden“, sagt der Profisportler, der im vergangenen Jahr beim Ironman auf Hawaii Platz drei belegt hatte. Bezüglich des Ergebnisses müsse man in Rechnung stellen, dass die Läufer in Stuttgart teilweise mit Gegenwind zu kämpfen gehabt hätten. Im September wolle Schleifer beim Karlsruher Halbmarathon an den Start gehen, davor stünden noch ein bis zwei schnelle Straßenrennen auf dem Programm. „Wir wollen auf jeden Fall noch einen schnellen Zehner in Angriff nehmen.“ Am Sonntag stand Kienle bei Kilometer eins, drei und 15 am Rand der Strecke, um seiner Freundin taktische Ratschläge zu geben und sie zu unterstützen. Schon in dieser Woche folgt der Rollentausch, wenn Schleifer den Triathleten nach Frankfurt zum Ironman begleitet, um ihn anzufeuern. In der Mainmetropole muss Kienle mit Blick auf die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii eigentlich nur noch über die Ziellinie kommen. Der Grund: der Triathlet führt die Quali-Weltrangliste der Männer aktuell an. Doch bei dem Langdistanzrennen am kommenden Sonntag einfach nur ankommen – das ist nicht das Ziel des Profisportlers, der derzeit gut drauf ist: „Ich würde gerne mal wieder ganz oben aufs Podest“, betont Kienle. Das wird jedoch nicht einfach: „Es sind die besten Jungs am Start.“
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