Trinkgelage und Müll schüren Unsicherheit
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Befragung zur Gefühlslage der Bürger in Pforzheim vorgestellt.
Pforzheim (pm). Im Zusammenhang mit den Bemühungen für eine sichere Stadt Pforzheim wurden jetzt die Ergebnisse einer Befragung vorgestellt. Dafür hatte die Stadt im vergangenen Herbst in Kooperation mit dem Präventionsverein „Sicheres Pforzheim – Sicherer Enzkreis“ 8000 zufällig ausgewählte Bürger ab dem 14. Lebensjahr um ihre Einschätzungen gebeten. Die Befragung erfolgte in Zusammenarbeit mit Experten des Instituts für Kriminologie der Universität Heidelberg und der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg. „Die Rücklaufquote von fast 30 Prozent ist ein für eine schriftliche Befragung sehr guter Wert“, werden die Autoren in einer Mitteilung zitiert.
Eine Erkenntnis der Umfrage: Obwohl die Fallzahlen im Rahmen liegen, fühlen sich um die 30 Prozent der Bürger unsicher. In den Stadtteilen Hohenwart, Büchenbronn, Huchenfeld und Würm sei die „Kriminalitätsfurcht“ am geringsten; am höchsten sei sie in der Oststadt und „relativ hoch“ in der Weststadt, der Innenstadt und der Nordstadt. Öffentliche Trinkgelage von Gruppen, die sich vor allem am Bahnhofsvorplatz und im Benckiserpark treffen, sind den Einwohnern genauso ein Dorn im Auge wie Schmutz und Müll in den Straßen oder Grünanlagen. Doch auch Probleme im Straßenverkehr wie undisziplinierte Autofahrer oder wildes Parken wurden genannt. „Bei den Ursachen für Kriminalitätsfurcht und für eine schlechte perzipierte Lebensqualität haben subjektiv empfundene Störungen der sozialen und normativen Ordnung eine zentrale Bedeutung“, heißt es in der Untersuchung. „Dazu zählen auch stereotype negative Vorstellungen über Migranten.“
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