Tragische Biographie mündet in Morddrohung

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Wie ein scheinbar perfekt integrierter Russlanddeutscher auf die schiefe Bahn gerät und jetzt vom Gericht eine letzte Chance erhält

Pforzheim. Ein 36-jähriger Russlanddeutscher fordert Schutzgeld von einem Landsmann, der in Pforzheim ein Fitness-Studio betreibt. Was nach Mafia klingt, hat sich vor dem Schöffengericht in Pforzheim als Ausnahmezustand eines psychisch Kranken entpuppt.

Im Februar hatte der Angeklagte seine Jahres-Mitgliedschaft im Studio gekündigt. Im März und April 2014 wurde ihm der Monatsbeitrag jedoch immer noch abgebucht, am 26. April reichte es dem 36-Jährigen. Er fuhr zum Fitness-Studio, verlangte Schutzgeld und drohte dem Geschäftsführer, ihn umzubringen. „Ich habe das zuerst für einen Witz gehalten. Dann wurde es bedrohlich“, schildert der derart angegangene Zeuge die Situation, die erst beendet wurde, als er sich anschickte, die Polizei zu rufen. Noch aggressiver trat der 36-Jährige gegenüber den Streifenbeamten auf, die schon vor seiner Wohnung in Pforzheim in ihrem Wagen auf ihn warteten. „Ich hatte das Gefühl, dass der Mann am Explodieren war. Einen Schritt weiter und ich hätte die Faust im Gesicht gehabt“, erklärte der Beamte, dass zur Festnahme noch Verstärkung und ein Hundeführer kommen mussten.

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