Tierschützer sorgen sich um Amseln
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Das tödliche Usutu-Virus breitet sich wegen des heißen Sommers immer stärker aus – Verdachtsfälle aus der Gegend um Mühlacker
Allmählich zeigen sich die Folgen des heißen Sommers für die Tierwelt: Auch in der Gegend rund um Mühlacker fallen derzeit viele Amseln dem Usutu-Virus zum Opfer, der in Deutschland offenbar so schlimm wütet wie noch nie zuvor.
Die Amseln – hier ein offenbar gesundes Exemplar – sind derzeit vom Usutu-Virus, das durch die heiße Witterung begünstigt wird, gefährdet. Eine Infektion kann tödlich enden.Foto: Lechner
Enzkreis. Sowohl die Viren als auch ihre Überträger, die Stechmücken, profitieren von den ungewöhnlich hohen Temperaturen, die in den vergangenen Wochen herrschten. „Allein am letzten August-Wochenende habe ich täglich 900 Verdachtsmeldungen erhalten, mein Postfach quillt regelrecht über mit Fotos von toten oder kranken Amseln“, berichtet Stefan Bosch, Fachbeauftragter des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) für Vogelschutz in Baden-Württemberg. Bei ihm landen alle auf der Nabu-Internetseite gemeldeten Verdachtsfälle. „Ich hatte auch Anrufe, bei denen mir beispielsweise eine Zeitungsausträgerin aus Hamburg entsetzt berichtete, dass sie allein bei ihrer Morgentour 20 tote Amseln gesehen habe.“
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