Tierschützer gegen Brieftauben-Verein
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Organisation PETA erstattet Anzeige wegen Wettflügen
Pforzheim (pm). Die Tierschutzorganisation PETA hat laut einer Mitteilung bei der Karlsruher Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen den Verein RV Brieftauben Pforzheim gestellt. Von April bis September müssten jedes Wochenende Tausende Tauben bei Wettflügen weite Strecken quer durch Deutschland oder von Nachbarstaaten aus zu ihren Heimatschlägen zurücklegen. Viele Tiere kämen jedoch nie am Ziel an, so im vergangenen Jahr auch mindestens 341 Tauben des RV Brieftauben Pforzheim. Damit betrage die Verlustrate 68 Prozent, heißt es in der Mitteilung. Ende August habe PETA bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe Anzeige gegen alle Verantwortlichen des Vereins erstattet.
Dem Verein wird vorgeworfen, im Zuge der Wettveranstaltungen in der Saison von April/Mai bis Ende Juli 2017 Wirbeltiere getötet und ihnen länger anhaltende, sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt zu haben. „Die Verantwortlichen nehmen billigend in Kauf, dass sehr viele Tauben sterben – Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt und muss strafrechtliche Konsequenzen haben“, so Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei PETA. „Vögel aus Profitgier und Prestigegründen zu missbrauchen, passt nicht in eine moderne Gesellschaft. Ein Verbot von Taubenwettflügen ist längst überfällig.“
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