Tiere sind als Geschenke oft ungeeignet
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Vermittlungsstopp beim Tierheim
Pforzheim (ro). Kurz vor dem Fest im vorigen Jahr stand ein Mann vor Tierheimleiterin Kristin Hinze: Er brauche noch dringend ein Weihnachtsgeschenk für ein Kind. Möglichst ein Kleintier. Der Mann musste unverrichteter Dinge wieder abziehen und suchte vermutlich auf die Schnelle noch ein Spielwarengeschäft auf. Etwas „Unlebendiges“ zu kaufen, war sicher für alle Beteiligten das Richtige. „Ich sage den Eltern immer wieder, dass es dann an ihnen hängenbleiben wird.“ Damit meint Kristin Hinze Gassi gehen, füttern, das Tier pflegen. Davon abgesehen, dass es alles andere als optimal ist, wenn lebendige Wesen als Geschenk eingesetzt werden.
Auch die Haltung der vier Jahre alten Kaninchen Snickers (li.) und Alicia erfordert Fachwissen und will gut überlegt sein. Foto: Roth
Diese Spontangeschenke kann das Tierheim auf der Hohen Warte dann meist im Januar wieder in Empfang nehmen, weil man merkt: Das Tier lebt auch nach Weihnachten noch und bringt einen gewissen Aufwand mit sich. „Irgendwann müssen die Leute dann wieder arbeiten gehen, dann merken sie, dass man den Welpen doch nicht allein zu Hause lassen kann“, nennt die Tierheimleiterin von Pforzheim ein Beispiel. Oft sind es junge Tiere, die gewünscht werden, oder eben auch kleine wie Hasen oder Kaninchen, Meerschweinchen. Dabei muss man bei diesen Kleintieren einiges beachten, wenn man sie in sein Zuhause holt. Das fängt schon mit dem Gehege an, das bei Kaninchen eine bestimmte Quadratmeterzahl an Platz beansprucht. „Wir beraten auch sehr gerne und erklären das wirklich ganz lieb“, so Hinze. Oft hätten diejenigen, die sich ein Tier wünschen, nicht den blassesten Schimmer, was das bedeute.
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