Text für die Bühne wiederentdeckt
Archiv
Bretten (pm). Am Donnerstag, 11. Januar, zeigt die Badische Landesbühne die Novelle „Es wird schon nicht so schlimm!“ von Hans Schweikart in der Stadtparkhalle in Bretten. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Schauspieler Gregor Maurer und seine Kollegin Lilly Hollmann werden 1933 ein Paar, sie heiraten und bekommen ein Kind. Doch die jüdische Schauspielerin darf schon bald nicht mehr auftreten, ihr Mann dagegen macht Karriere am Theater und beim Film. Den Nationalsozialisten ist die Ehe des erfolgreichen Schauspielers ein Dorn im Auge, und sie stellen ihn vor eine grausame Wahl: Entweder er lässt sich von seiner Frau scheiden, oder seine Familie wird deportiert und er selbst an die Front geschickt.
Hans Schweikart war als Filmregisseur dem Druck der nationalsozialistischen Kulturpolitik ausgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er lange Zeit Intendant der Münchner Kammerspiele. Seine Erzählung „Es wird schon nicht so schlimm!“ beruht auf dem Schicksal des Schauspielers Joachim Gottschalk und seiner jüdischen Frau Meta, die sich 1941 gemeinsam das Leben nahmen. Die Novelle war Vorlage für den Film „Ehe im Schatten“, einem der größten Kinoerfolge der Nachkriegszeit. Der Text galt lange als verschollen, bevor er 2014 im Rahmen der Recherchen für die Produktion Mephisto wiederentdeckt und als Buch herausgegeben wurde. Jetzt ist die Uraufführung der Bühnenfassung zu sehen.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen