Tewinkel verabschiedet sich

Archiv

Pforzheim (pm). Für Sebastian Tewinkel schließt sich nach elf Jahren als Künstlerischer Leiter des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim ein Kreis: Sein erstes Konzert als Chefdirigent absolvierte er 2002 in der Pforzheimer Schlosskirche, dem „steinernen Geschichtsbuch der Stadt“, und nun verabschiedet er sich auch an diesem Ort: mit einem Sonderkonzert am heutigen Dienstag, 3. Dezember, 20 Uhr.

Tewinkel.

Tewinkel. Foto: privat

Für das Programm hat Tewinkel in reizvollem Kontrast zwei Werke von Joseph Haydn zwei zeitgenössischen Komponisten gegenübergestellt. Vom großen Wiener Klassiker erklingt nicht nur das Cellokonzert Nummer 1 C-Dur, sondern auch – was könnte besser passen – dessen berühmte Sinfonie Nummer 45 fis-moll, genannt die „Abschiedssinfonie“. Haydn komponierte sie während seiner Anstellung am Hof des Fürsten Esterházy. Im letzten Satz enden nacheinander immer mehr Instrumentalstimmen, und immer mehr Musiker verlassen die Bühne: der Überlieferung nach ein kompositorischer Wink des Komponisten, um den Fürsten daran zu erinnern, seinen Musikern endlich den wohlverdienten Heimaturlaub zu gestatten. Arvo Pärt, einer der bedeutendsten lebenden Komponisten, komponierte seinen „Cantus in memoriam Benjamin Britten“ für eine Glocke und Streichorchester im Gedenken an den englischen Komponisten. Dieses Werk und Vaja Azarashvilis Cellokonzert gelten als Musik, die trotz ihrer Modernität durch raffinierte Klanggestaltung beim Publikum beliebt ist und in einer Kirchenakustik besonders gut zur Geltung kommt.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen