Tempo 30 soll Lärm eindämmen
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Pforzheim (pm). Am Dienstag entscheidet der Pforzheimer Gemeinderat über den Lärmaktionsplan. Die flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf den Straßen der Stadt wird vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband Pforzheim/Enzkreis, begrüßt. „Die ganztägige Tempobegrenzung auf 30 km/h ist die logische Folge der unterlassenen Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest. Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) aus dem Jahr 2009 sollte den Pkw-Verkehr wieder auf das Maß des Jahres 1990 begrenzen. Stattdessen habe der Autoverkehr weiter zugenommen, so der VCD. „Durch eine falsche Verkehrspolitik sind so viele Menschen von Verkehrslärm betroffen, dass zur Einhaltung der Lärmgrenzwerte nur die Anordnung von Tempo 30 übrigbleibt“, betont Lieb. Hätte die Stadt konsequent den Radverkehr und den ÖPNV gefördert, wären heute deutlich weniger Autos auf den Straßen. Der VCD fordert dichtere Taktzeiten im Busverkehr, um ihn attraktiver zu machen. Außerdem sei der Lärmaktionsplan auch eine Chance für mehr Radverkehr, findet Lieb: „Manch ein Autofahrer überlegt sich dann, ob er mit dem Rad nicht schneller ans Ziel kommt als mit dem Auto.“ Damit könnten in der nächsten Zeit über den „Umweg“ Lärmaktionsplan doch noch die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans erreicht werden, spekuliert der VCD in einer entsprechenden Mitteilung abschließend.
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